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Im inneren Mattertal besteht für Ortsansässige seit Jahren ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum, vor allem für Mehrpersonenhaushalte. Im Rahmen eines von Bund und Kanton unterstützten Modellvorhabens hatten die Gemeinden Zermatt, Täsch und Randa in den vergangenen Jahren verschiedene Möglichkeiten geprüft, dem Problem Abhilfe zu schaffen. Das Modell der genossenschaftlichen An- und Weitervermietung von erschwinglichen Wohnungen verspricht nach dem ersten Dafürhalten der Gemeinden am ehesten Erfolg, zumindest in einem ersten Schritt. Denn: Gemäss eines von einer Liegenschafts- und Treuhandfirma erstellten Konzepts, kann eine genossenschaftliche An- und Weitervermietung wirtschaftlich funktionieren, wenn mindestens zwölf Wohnungen unter Vertrag genommen und weitervermietet werden können. Vorsondierungen bestärken die Gemeinden in der Annahme, dass das Angebot der zu gründenden Genossenschaft bei einzelnen Haus- und Wohnungseigentümern auf Interesse stösst und gleichzeitig einen konkreten Beitrag zur Vergünstigung von Wohnraum leistet. Die Gemeinderäte von Täsch und Zermatt haben nun gemäss Mitteilung vor Kurzem beschlossen, als Nächstes die Statuten einer Genossenschaft und ein Vermietungsreglement zu erarbeiten. Bis zum Sommer 2019 wollen die Gemeinden darüber befinden können. Die Genossenschaft soll dann im Auftrag von Liegenschaftsbesitzern Wohnungen zur Generalverwaltung übernehmen und zu erschwinglichen Preisen an ortsansässige Haushalte mit beschränktem Einkommen weitervermieten.Der Gemeinderat von Randa hat sich Anfang Oktober zum Ausstieg aus dem Projekt entschieden, insbesondere weil aktuell andere Grossinvestitionen in der Gemeinde anstehen./wh