Elektrizitätswerk Randa AG

Präsident des Verwaltungsrates: Augustin Brantschen (Mitte); Verwaltungsräte: Josef Summermatter (rechts) & Frederic Imboden (links)

Gedanken zur 10. Generalversammlung vom 16. April 2019

Die Elektrizitätswerk Randa AG hat am 16. April 2019 ihre 10. General-versammlung mit dem alleinigen Aktionär, der Munizipalgemeinde und den Verwaltungsräten abgehalten. Der verfasste Geschäftsbericht, mit dem Jahresbericht und der Jahresrechnung wird dem Aktionär zugestellt und an der Generalversammlung noch detaillierter besprochen.

Die EW Randa AG muss gemäss ELCOM (Elektrizitätskommission des Bundes) alljährlich bis zum 31. August die Stromtarife für das kommende Jahr berechnen und mit einer speziellen Kostenrechnung inkl. der Tarifstruktur und der separaten Kostenrechnung Netz einreichen. Erst dann kann der Tarif für das nächste Jahr veröffentlicht werden.

Alle EW‘s in der Schweiz sind verpflichtet, sich an die Vorschriften der ELCOM zu halten und werden bezüglich der eingereichten Daten und des Netzgewinnes überprüft. Unser ausgewiesener Gewinn im Netz und auf den Stromverkauf fällt wie bis anhin sehr tief aus.

Stromtarife für 2019

Die Stromtarife für 2019 wurden der Bevölkerung in einem Zirkularschreiben im Oktober 2018 mitgeteilt und bleiben gleich hoch wie bereits 2018, trotz einer Preiserhöhung durch den Lieferanten von 5 %.

Elcom: Unsere Stromtarife 2018 – je nach Verbrauch 1‘600 kWh – 150‘000 kWh  – variieren von 10.86 Rp./kWh bis 14.56 Rp./kWh, inbegriffen Strompreis / Grundgebühr / Netznutzung / kostendeckende Einspeisevergütung (KEV).

Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) vom Bund wurde auf hohem Niveau von 2.30 Rp./kWh beibehalten; demgegenüber sinkt die Einspeise-vergütung bei der SWISSGRID von 0.32 Rp./kWh auf 0.24 Rp./kWh. Trotz Anpassungen verzeichnen wir bei der ELCOM für Haushalte der Kategorie H 4 (bis 4‘500 kWh) für 2019 wiederum einen sehr günstigen Strompreis.

Alljährliche Stromkennzeichnung (BFE)

Das System der Herkunftsnachweise (HKN) dient dazu, den Stromver-brauchern die Herkunft der konsumierten Elektrizität auszuweisen. Mindestens einmal im Jahr müssen Endkundinnen und -kunden in der Schweiz darüber informiert werden, aus welchen Energieträgern sich ihr Stromkonsum zusammensetzt und ob der Strom in der Schweiz oder im Ausland produziert wurde (StromVG-1b).

Die Stromkennzeichnung wird uns alljährlich durch den Stromlieferanten (rückwirkend für das vergangene Jahr) übermittelt und wir geben diese Zahlen an unsere Kundschaft weiter.

Zählerauswechslungen (SMART Meter)

Bereits im Dezember 2017 und im September 2018 haben wir die Bevölkerung orientiert, dass es uns die Stromverordnung des Bundes vorschreibt, die heutigen mechanischen oder elektronischen Zähler bis 2027 zu 80 % durch einen sogenannten „SMART Meter“ zu ersetzen.

Wir haben 2018 bereits 93 dieser Zähler montiert; es verbleiben noch ca. 340 Zähler zur Auswechslung. In der EW Randa AG sind bis heute auch 74 Funkzähler der Firma „Kamstrup“ im Einsatz.

Ein Smart Meter misst den Stromverbrauch permanent und meldet ihn dem lokalen Energieversorger bzw. in unserem Fall dem Zähldatenverarbei-tungssystem oder Data Management der EVWR Visp AG. Dank der Smart-Meter-Technologie werden die Daten mit Hilfe eines Konzentrators per Funk übermittelt.

Überblick Jahresrechnung


Im Dienste der Kunden – ihre Elektrizitätswerk Randa AG.

 
Download Geschäftsbericht 2019

Die Gesellschaft ► Elektrizitätswerk Randa AG ◄ ab 2009

Bisher

Das EW Randa war bis anhin in der Einwohnergemeinde integriert als separater Bereich wie u.a. Wasser und Abwasser, wie in vielen anderen Gemeinden auch.

Die Gemeinde war auf ihrem Gebiet auch zuständig für die Stromversorgung bzw. die Versorgungssicherheit. Dies gemäss Art. 6 des Gemeindegesetzes. Alle Netzarbeiten wurden in der Zuständigkeit des Gemeinderates budgetiert, besprochen und ausgeführt. Reglemente und Tarife mussten bis 2009 der Urversammlung unterbreitet und vom Kanton homologiert werden.

Mit der Strommarktliberalisierung hat sich die Situation grundlegend geändert.
Auszug aus den allgemeinen Marktbedingungen: Die Verantwortungen und Kompetenzen innerhalb des Gemeindewesens sind der neuen Rechtslage anzupassen. Beispielsweise sind Gemeinderäte nicht mehr für die Preisbildung zuständig, sondern nur noch für Rahmenbedingungen. Reglemente, die keinen Charakter von Gemeindereglementen haben, werden nicht mehr von der Urversammlung beschlossen.

Es standen also einige Aufgaben an, die in Zukunft an das EW Randa herangetragen wurden und von Verantwortlichen zu erledigen waren. Die Verantwortlichen für das EW konnten daher in Zukunft nicht nur ein Ressortchef EW, bzw. ein Gemeinderat sein.

Das EW (als öffentlicher Regiebetrieb) genügte in seiner Rechtsform nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen. Das war u.a. auch mit ausschlaggebend, das EW auszugliedern und eine Gesellschaftsform zu wählen mit statutarisch festgelegten Verantwortlichkeiten. Dadurch bedingt, wurde eine Gesellschaftsform (AG) gewählt, die für die Zukunft Stromversorgungsgesetz und Stromverordnung standhalten soll.

Es ist kein Verkauf des Elektrizitätswerkes Randa, sondern eine rechtliche Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, mit dem alleinigen Aktionär der Einwohnergemeinde Randa. Geld floss keines vom EW an die Gemeinde oder umgekehrt, sondern es erfolgten buchhalterische Werte, die in der Bilanz der Einwohnergemeinde unter „Darlehen und dauernde Beteiligungen“ aufgeführt sind. Bemerkung: Bei einer Auflösung der EW Randa AG würde alles an die Einwohnergemeinde zurückfallen.

Neu

Die Elektrizitätswerk Randa AG untersteht, wie 900 andere EW‘s in der Schweiz, dem Stromversorgungsgesetz, der Stromverordnung und klaren Richtlinien, z.B: Reglemente für Netzanschlüsse / Strommessung / Stromverteilung, wo nicht mehr die Gemeinde als Netzbetreiberin auftritt, sondern die EW Randa AG.

Alljährlich sind uns Fristen von der Elektrizitätskommission des Bundes (ElCom) vorgegeben, zur Erfüllung und Rapportierung verschiedener Aufgaben (gemäss Stromverordnung). Es sind einzureichen mit festgelegten Fristen (z.B. 31.08.) u.a.: die getrennte Kostenrechnung für Strom und Netz und die Tarifberechnungen speziell nach Normen.

Die Stromtarife (Art.4 StromVV) orientieren sich an den Gestehungskosten bzw. den Bezugsverträgen der Stromlieferanten und werden in Zukunft durch die EW Randa AG autonom gestaltet, dann von der ElCom genehmigt und da auch zentral veröffentlicht. Ein Gewinn aus dem Stromverkauf wird im Moment bescheiden generiert, da wir versuchen unsere Kosten tief zu halten.

Netznutzung

Die EW Randa AG hat sein komplettes Kabelnetz, die Trafostationen, die Verteilkabinen und die Zähler durch ein branchenspezifisches Ingenieurbüro bewerten lassen. Aufgrund dieser Anlagenbewertung werden die kalkulatorischen Kosten ermittelt (Abschreibungen/Zinsen), die in die Netznutzung einfliessen; zusätzlich noch der Netzunterhalt, administrative Kosten und Steuern. Gewinne werden daher zur Zeit nur noch im Rahmen der Netznutzung bzw. der kalkulatorischen Abschreibungen und Zinsen auf das Netz erwartet, mit denen auch zukünftige Investitionen zu tätigen sind.

Organisation

Das Elektrizitätswerk als Aktiengesellschaft ist nach Obligationenrecht wie alle anderen Aktiengesellschaften organisiert. Bei der EW Randa AG sind 3 Personen im Verwaltungsrat (inkl. Betriebsleitung). Zusätzlich amtet noch als Kontrollorgan die Revisionsstelle (gemäss OR Art.727 ff und Statuten Art. 18).

Jedes Jahr die Generalversammlung – 6 Monate nach Geschäftsabschluss mit Geschäftsbericht und Bericht der Revisionsstelle.

Einladung an den Aktionär (sämtliche Gemeinderäte) und den Verwaltungsrat

Jahresbericht 2017

Präsident des Verwaltungsrates: Augustin Brantschen (Mitte); Verwaltungsräte: Josef Summermatter (links) & Frederic Imboden (rechts)

Gedanken zur 9. Generalversammlung vom 05.04.2018 – Seit der Gründung der Aktiengesellschaft *Elektrizitätswerk Randa AG* im Jahre 2009, muss die Gesellschaft nun nach Obligationenrecht und Statuten innert 6 Monaten nach Geschäftsabschluss eine ordentliche Generalversammlung abhalten. Dies ist auch geschehen am 05. April 2018, vertreten durch den Aktionär (die Munizipalgemeinde) und den Verwaltungsrat.

Unser alljährlicher Geschäftsbericht beinhaltet einen Jahresbericht und eine Jahresrechnung und entspricht dem OR-Artikel 663d, der u.a. besagt:  dass der Geschäftsverlauf die wirtschaftliche sowie die finanzielle Lage der Gesellschaft darstellen soll. Die EW Randa AG erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen bescheidenen Gewinn, begründet aus den günstigen Strompreisen und den tiefen Unterhalts-/Verwaltungskosten.

Energie – einige Daten

Der Stromverkauf an das Dorf stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1.35 % auf 2‘493‘685 kWh. Die EW Randa AG bezieht 2018/2019 den Strom über die EW Zermatt AG bzw. EnAlpin AG, Visp und bezahlt zusätzlich für die Nutzung des Hochspannungsnetzes an die EVWR Visp eine Netzgebühr pro kWh.

Die Abgaben an die SWISSGRID (Systemdienstleistungen) und die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) können durch uns nicht beeinflusst werden und die Einnahmen müssen entsprechend weitergleitet werden.

Geographisches Informationssystem (GIS)

Die im Herbst 2015 und Frühjahr 2016 aufgenommenen Leitungsführungen ab Verteilkabine oder Trafostation sind im GIS-System der Firma *Planax* Zermatt/Visp eingezeichnet und sollten für die Öffentlichkeit/Architekten freigeschaltet werden. Nützliche Daten über vorhandene Kabel bei Grabarbeiten würden dann so zur Verfügung stehen.

Stromtarife für 2018

Die Stromtarife für 2018 wurden der Bevölkerung mit Zirkularschreiben im Oktober 2017 mitgeteilt und sind sehr moderat angepasst worden, nach einer Preiserhöhung von 5 % beim Einkauf. Die EW-Kunden werden kaum erhöhte Stromrechnungen – bedingt durch unsere Strompreise – bezahlen müssen. Wir gestatten uns, ein weiteres Mal zu erwähnen, dass wir 2017 in Randa die günstigsten Strompreise inkl. Netznutzung/Förderabgaben für Haushalte der Kategorie H 4 (bis 4‘500 kWh) bezahlt haben (Bezirk Visp).

Trafostation Maria am Weg

Die Trafostation Maria am Weg wurde in den Jahren 1966/67 erbaut mit einem Trafo und einer Niederspannungsverteilung Jahrgang 1967 – kalkulatorische Lebenszeit ca. 35-40 Jahre. Nun im September 2018 sollten der erwähnte Trafo und die NS-Verteilung ersetzt werden, was unweigerlich zu Stromunterbrüchen führen wird. Wir werden aber die Bevölkerung rechtzeitig orientieren.

Zählerauswechslungen (SMART Meter)

Im Dezember 2017 haben wir ebenfalls durch ein Zirkularschreiben orientiert, dass bis 2027 zu 80 % die heutigen gültigen Zähler durch einen sogenannten SMART Meter ersetzt werden müssen; so sieht es die Stromverordnung des Bundes vor. Alle Stromkunden, die es im Verlaufe der nächsten Jahre betrifft, werden rechtzeitig orientiert und um Verständnis gebeten.

Elektrokontrollen (gemäss Eidg.Starkstromverordnung)

Gemäss Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) vom 7. November 2001 ist der Eigentümer einer elektrischen Anlage verantwortlich für die Sicherheit seiner Anlagen. Der Eigentümer ist verpflichtet, diese periodisch kontrollieren zu lassen (Aufgebot erfolgt durch den Netzbetreiber = EW Randa AG). Diese Kontrolle muss von einem unabhängigen Kontrollorgan durchgeführt werden d.h.: eine Firma, die weder an der Planung, der Durchführung oder der Erstellung der Installationen beteiligt war (Art. 31 NIV).

Die Elektrizitätswerk Randa AG hat letztmals diese Elektrokontrollen von 2009 – 2012 durch die EVWR AG, Visp durchführen lassen. Die Mängelbehebungen durch konzessionierte Elektroinstallationsfirmen dauerten sehr lange und die erforderlichen Sicherheitsnachweise wurden tropfenweise eingereicht.

Für alle die am gemeindeeigenen Elektrizitätswerk Interesse zeigen oder Fragen haben, können jederzeit an die Verantwortlichen gelangen.

Im Dienste der Kunden – ihre Elektrizitätswerk Randa AG.

Jahresbericht 2016

Generalversammlung vom 30.03.2017

Die Elektrizitätswerk Randa AG hat am 30. März 2017 seine 8. ordentliche Generalversammlung abgehalten. Die Munizipalgemeinde ist zu 100 % Aktionär und wird durch den jeweiligen Gemeinderat an der Versammlung vertreten. Wie der vorerwähnte Name sagt ist das Elektrizitätswerk heute eine Aktiengesellschaft, untersteht dem Aktien- und Obligationenrecht und wird durch den Verwaltungsrat vertreten. Die heutige EW Randa AG muss aufgrund des Anlagevermögens eine kostengünstige Netznutzung anbieten, die durch die Elektrizitätskommission des Bundes (ElCom) überprüft wird; also kann diese nicht beliebig festgesetzt werden. Unser EW hat die Netznutzung von 2009 bis 2016 um 16.85 % bzw. 19.57 % gesenkt und dieselbe liegt heute bei 3.30 Rp./kWh. Im Weiteren sind wir bestrebt marktgerechte Strompreise anzubieten. Unsere heutigen Preise (Quelle ElCom: H1= 1600 kWh – H5= 7‘500 kWh) für Netznutzung/Strom und Abgaben liegen 35 % tiefer als bei den meisten Elektrizitätswerken im Bezirk Visp. Der überwiegende Teil der Elektrizitätswerke verlangt noch eine Abgabe an die Gemeinde von 0.20 Rp./kWh bis 1.09 Rp./kWh, was in Randa nicht der Fall ist. Der Betrieb macht daher keine grossen Gewinne aber auch keine Verluste, so dass die Bevölkerung bisher von günstigen Preisen profitieren konnte.

Kontakte

Augustin Brantschen

Elektrizitätswerk Randa AGEW RandaAnschrift privat Chalet Almrausch 3920 Zermatt Mobiltelefon: 076 474 62 42Telefon Privat: 027 967 62 42

Frederic Imboden

Gemeindevizepräsident, Krisenstab Stv.Gemeindeverwaltung RandaAnschrift geschäftl. Chalet Bijou 3928 Randa Telefon Privat: 078 788 28 81

Josef Summermatter

Anschrift privat Graben 3928 Randa Mobiltelefon: +41 79 220 39 84

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