Lorihiischi – Stiftung Wohnmuseum Randa

logo-lorihiischi-pngDas Lorihiischi ist ein historisches Gebäude aus dem 15. bis 8. Jahrhundert und befindet sich im kleinen Walliser Bergdorf „Randa“. Es wurde 1456/57 erbaut. Im Jahre 1709 wurde ein zusätzliches Stockwerk eingezogen und der bestehende Aufrost wieder aufgesetzt. Diese Bausubstanz aus dem Jahre 1709 blieb bis heute erhalten. Mittels Dendrochronologie wurde das Alter der Holzwände ermittelt. Die Bäume der ältesten Holzwand im Untergeschoss wurden in den Jahren 1268 gefällt. Demnach wurde der erste Teil des Gebäudes bereits um 1268 erstellt. Damit gehört eine Blockwand des Lorihiischis, vermutlich zu den ältesten Bauteilen der noch erhaltenen Gebäude in den Vispertälern.

Ziel & Zweck der Stiftung Lorihiischi Randa

Das historische Gebäude soll durch eine Stiftung an seinem ursprünglichen Standort erhalten bleiben. Das Lorihiischi ist das älteste erhaltene Gebäude im Dorfe Randa. Durch den Erhalt des Hauses und seiner Räume in ihrer ursprünglichen Funktion, soll dem interessierten Besucher Einblick in das bäuerliche Alltagsleben des 17., 18. – bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts in einem Bergdorf gewährt werden.

 

 

 

Zum Anwesen gehört auch der im Jahre 1912 erbaute Stall mit Scheune. 12 Parzellen mit total 6458 m2 Land, davon ca 1200 m2 in der Dorfkernzone, stehen für die Nutzung des Wohnmuseums ebenfalls zur Verfügung.

Zustand vor Projektbeginn

Dem Umstand, dass vier Frauen (drei Generationen) in diesem Hause unter ärmlichen Bedingungen hausten und nie irgendwelche Renovationen vornahmen, ist es zu verdanken, dass das Gebäude bis heute in seinem Originalzustand erhalten blieb. Der Zahn der Zeit ging am Gebäude nicht spurlos vorüber. Die Unbilden des Wetters und durch das morsche Dach eindringender Regen hinterliessen ihre Spuren und verursachten am Gebäude gravierende Schäden.

Innenräume & Umschwung

Innenräume

Das Haus mit Anbau weist 11 Innenräume auf, welche unterschiedlichen Nutzungszwecken dienten. Im 1. Obergeschoss befinden sich die Küche mit Originalträcha, die Wohnstube und die Kammer mit Giltsteinofen aus dem Jahre 1714. Über eine Treppe gelangte man auf den Dachboden, genutzt als Estrich und Speicher. Betritt man das Erdgeschoss, gelangt man in einen Gang, der im hintersten Teil eine Trächa aufweist. Links befindet sich die „Schnätzstuba“ mit Giltsteinofen. Rechts vom Gang befindet sich ein Abstellraum. Im Kellergeschoss, unterhalb der „Schnätzstuba“ gibt es einen Keller/Vorratsraum. In der Anbaute auf der Westseite des Hauses ist ein zweiter Keller mit kleinem Abstellraum im Obergeschoss. Als Anbaute auf der Nordseite des Hauses wurde das Trocken-WC erstellt.

Stall und Scheune

Gegenüber der Südseite des Hauses wurden im Jahre 1912 Stall und Scheune errichtet. Anfangs der 60er Jahre wurde der Stall neu untermauert, verputzt und das Dach mit Steinplatten gedeckt.

Umschwung

Zum Anwesen gehört ein Umschwung von 6458 m2. Ein Teil davon befindet sich in der Dorfkernzone, der grössere Teil ist landwirtschaftlicher Boden.

Detaillierter Projektbeschrieb

Obergeschoss und Dachboden

Die Küche im 1. Obergeschoss soll mit den im 17. bis Mitte des 20. Jahrhundert üblichen Einrichtungen, Gegenständen und Original-gerätschaften ausgestattet werden. Die Trächa bleibt im Originalzustand erhalten. An der „Hehli“ hangen Kessel, auf dem Dreifuss stehen Pfannen. Weiteres Mobiliar sind Tisch, Stühle, Schränke usw. Von der Küche aus gelangt man ins neu aufgerichtete Trocken-WC. Die Wohnstube diente zugleich als Schlafkammer der Eltern. Neben der Eckbank, dem Tisch mit Stühlen und dem Kasten gibt es in der Stube auch ein Bett mit Auszugsbett unten (Gütschi), eine Wiege, Bilder, Kreuz usw. In der Stube wird die Ausstellung „Von Flachs und Wolle zu Leinen und Garn“ aufgebaut. Der originale Giltsteinofen von 1714 steht an der Rückwand der Trächa. Von der Stube aus führt eine Türe in die Kammer. Hier war der Schlaf-raum der Kinder. Einrichtungsgegenstände in diesem Raum sind ein Auszugsbett, ein Kinderbett und ein Kasten. (Eventuell auch Spielzeug)

Estrich / Speicher

Im Estrich / Speicher wird der Fleisch- und Wurstvorrat der Hausbewohner gezeigt (Abgüsse). Estrich und Speicher dienten auch als Abstellraum diverser Utensilien. Erdgeschoss Im Eingangsraum ist in der Trächa die Feuerstelle eingerichtet. Der Schmied und sein Schaffen werden hier gezeigt. Die Werkzeuge der Bau- und Brennholzbeschaffung sind hier zu sehen. Die Ausstellung in der „Schnätzstuba“ gibt Einblick in die damalige Holzbearbeitung allgemein, das Korben und Drechseln. Auch der Schuhmacher findet hier seinen Platz. Geheizt wurde der Raum mit einem Giltsteinofen aus dem 17. Jahrhundert. Im Abstellraum wird der Werdegang vom Korn zum Brot, mit Gerätschaften wie Windwanne, Handwanne, Spitzhaue, Sichel, Dreschflegel, Mühle, Brotleiter, Kornkasten, Teigtrog und diversen Kleingeräte, Fischi, Napf, Backofen im Modell 1:10 dargestellt.

Keller und Vorrat

Im Keller wird die Vorratshaltung der damaligen Zeit gezeigt: Kartoffelgrube, konservierte Lebensmittel, Käse auf der Käseleiter, Gartenwerkzeuge, Wein- und Schnapsvorrat.

Keller im Anbau

Eine Ausstellung zeigt den Werdegang von der Milch zum Käse. Ausgestellte Gegenstände: Turner mit Chessi, Latzig und Järb, Fättera, Chässteerer, Käseharfe, Feimkelle, Butterfass und Chibji usw.

Abstellraum im Anbau

Hier wird in einer Ausstellung die Schlachtung der Tiere, wie Fleisch durch Trocknung konserviert wurde und wie man Würste herstellte gezeigt. Gegenstände: Müölta, Schrago, Metzgerwinna und Geräte zur Wurstherstellung.

Stall und Scheune

Im Stall zeigt eine Ausstellung die damalige Viehhaltung und Gerätschaften für die Feldarbeit. Dem Maultier wird hier ein besonderer Platz eingeräumt. Das Maultier war das damalige Transportmittel. Im Weitern werden Ochse /Rind als Zugtiere dargestellt. In der Scheune wird gezeigt, wie die Bauern zur damaligen Zeit den Futtervorrat für den Winter beschafften, mit den entsprechenden Gerätschaften die Wiesen bestellten und die Bewässerung derselben bewerkstelligten. [/toggle] [toggle title=“Projektkosten“]

Bereich Aufwand
Liegenschaftserwerb (Gebäude und Umschwung) Fr. 105`000.-
Unterbau, Maurerarbeiten Fr. 100`000.-
Zimmermannsarbeiten und Dach Fr. 160`000.-
Innenausbau, Inventar, Feinarbeiten Fr. 150`000.-
Infrastruktur (Wasser, Strom) Fr. 60`000.-
Unvorhergesehenes Fr. 75`000.-
Total Kosten Fr. 650`000.-

Sponsoren

Das Projekt „Lorihiischi“ kann nur dank der grosszügigen Unterstützung von Sponsoren aus der ganzen Schweiz umgesetzt werden. Mit Logo werden Unternehmungen und Institutionen aufgeführt, welche das Projekt mit einem Beitrag von CHF 5000 und mehr unterstützen.

 

 

 

loterie Loterie Romande 130’000
gemeinde Gemeinde Randa 100’000
denkmal Kantonale Denkmalpflege 50’000
sandoz Sandoz Stiftung Pully 50’000
göhner Ernst Göhner Stiftung Zug 50’000
vontobel Vontobel-Stiftung Zürich 30’000
imboden Ulrich Imboden AG Visp 30’000
pro-patria Pro Patria Zürich 20’000
rd-leuchten RD Leuchten AG Zurzach 20’000
raiffeisen Raiffeisenbank Mischabel-Matterhorn 15’000
dixence Grande Dixence Sion 10’000
lauber E. Lauber & Sohn AG Zermatt 10’000
ubs UBS Kulturstiftung Zürich 10’000
landschaft Fonds Landschaft Schweiz Bern 9’000
uto SAC-Sektion Uto Zürich 7’528
seiler Seiler Hotels Zermatt 7’000
burgergemeinde-zermatt Sozial- & Kulturstiftung Burgergemeinde Zermatt 5’000

Zahlreiche weitere Beiträge – insbesondere auch von Privaten – tragen zur Gesamtfinanzierung des Projektes bei.

Beiträge Stiftungsrat „Wohnmuseum Randa“ (5 x 600.-) 3’000
Heinz Brantschen, Randa 3’600
Kohlekontor AG, Brig 3’000
Architekturteam Theo Odermatt, Zermatt 3’000
Forstbetrieb Inneres Nikolaital, Randa 2’300
Air Zermatt AG, Zermatt 2’000
Urban Brantschen, Gipser- & Malergeschäft, Randa 2’000
Orlando Lauber AG, Täsch 2’000
Aschilier Roger Holzbildhauer, Breitmatten 1’200
Perren Haustechnik, Zermatt 1’000
Lauber IWISA, Naters 1’000
Toni Summermatter, Naters 1’000
Freies Theater Oberwallis 1’000
Fredy Andenmatten, Balzers 1’000
Garage Christophe, Täsch 1’000
Daniel Lauber, Zermatt-Randa 1’000
EW Zermatt 1’000
Planax AG 1’000
Armin & Helena Theler Mooser, Visp 1’000
Bernhard & Antoinette Brantschen, Randa 1’000
Hermann Schwarzen Stöckli, Biel 1’000
Dr. Bruno Brantschen, Flums 1’000
Wa-Tec AG, Thun 1’000
Holzbau Gebrüder Pollinger, St. Niklaus 1’000
Diverse kleine Beiträge 14’000

An dieser Stelle sei allen Sponsoren herzlich gedankt, welche mit ihrer finanziellen Unterstützung zum Erhalt dieses einzigartigen Gebäudes beitragen.

Nach wie vor ist nicht die ganze Finanzierung gesichert und es werden weitere Sponsoren gesucht. Wenn auch Sie das Projekt unterstützen möchten, freuen wir uns über ihren Beitrag auf nachfolgendes Bankkonto. Ab einem Beitrag von CHF 500.- wird man offizielles Stiftungsmitglied.

Raiffeisenbank Mischabel-Matterhorn
3924 St. Niklaus Stiftung Wohnmuseum Randa
Oberhäusern
3928 Randa

IBAN: CH56 8049 6000 0094 9838 6
Konto 94983.186

Stand der Arbeiten

Video - Beitrag RZ Oberwallis

Kontakt & Stiftungsrat

Name, Funktion Kontakt
Leo Jörger, Präsident forst.nikolai@vtxnet.ch 079 449 03 24
Roger Aschilier, Vizepräsident roschilier@gmx.ch 078 857 20 71
Heinz Brantschen, Kassier
Thomas Truffer, Aktuar
Hans Fux, Mitglied

Handelsregisterauszug

Projekt unterstützen

Unterstützen auch Sie das Projekt „Wohnmuseum Lorihiischi“ mit einer Spende. Per Banküberweisung Raiffeisenbank Mischabel-Matterhorn 3924 St. Niklaus Stiftung Wohnmuseum Randa Oberhäusern 3928 Randa IBAN: CH56 8049 6000 0094 9838 6 Konto 94983.186

Oder mittels Kreditkarte/Paypal

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Tradition ist nicht das Bewahren der Asche sondern die Weitergabe des Feuers! (Thomas Morus)